Der Deutsche Wettbewerb der Leipziger Dokwoche erzählt dieses Jahr in der Mehrzahl heimische Geschichten, mal sozial, mal psychologisch, und kehrt damit endlich zu seinen Ursprüngen und Traditionen zurück.
Warum in die Ferne schweifen, die Probleme sind so nah … Die Crux des Deutschen Wettbewerbs der Leipziger Dokwoche in den letzten Jahren: Es wurde gereist. Zu viel gereist. Ein Großteil der Filme hätte auch in den Internationalen Wettbewerb gepasst. Fremde Sprache, fremde Konflikte. Ex-Direktor Christoph Terhechte sah es mit Sorgen – und mit einigem Veränderungswillen. Nachfolgerin Ola Staszel ist es angegangen. Nun sind die Geschichten von vier der acht Produktionen inländisch, zwei schweben dazwischen, nur noch zwei suchen das Leben anderswo.
Norbert Wehrstedt, lvz.de, 28.10.2026 (online)
