Ein Unesco-Bericht zeichnet ein alarmierendes Bild der Sicherheit von Medienschaffenden weltweit. Die Verantwortlichen kämen oft straffrei davon.
Die meisten Morde an Journalistinnen und Journalisten bleiben laut einem Unesco-Bericht straffrei. Erstmals seit der Erfassung im Jahr 2012 sei die weltweite Straflosigkeit sogar leicht gestiegen: Im Zeitraum 2024 bis 2025 lag sie bei 86 Prozent, gegenüber 85 Prozent im vorangegangenen Zweijahreszeitraum, wie die Unesco am Montag in Paris mitteilte. Insgesamt seien im Berichtszeitraum 189 Journalisten getötet worden, 20 Prozent mehr als in den zwei Jahren zuvor. 127, also rund ein Drittel, seien in Konfliktgebieten gestorben.
Unesco-Generaldirektor Khaled El-Enany sagte, Journalisten bezahlten für die Berichterstattung von der Front zunehmend mit ihrem Leben. Viel zu oft würden die Verantwortlichen für ihre Ermordung nicht zur Rechenschaft gezogen. „Ich bekräftige meinen Aufruf zur Einhaltung der Resolution 2222 des UN-Sicherheitsrats, die 2015 einstimmig zum Schutz von Journalisten, Medienfachleuten und zugehörigem Personal als Zivilisten in Konfliktsituationen verabschiedet wurde“, erklärte er.
epd medien, 05.11.2026 (online)
