ARD/ZDF-Medienstudie 2026: Video- und Audiostreaming wachsen nicht mehr

Der Trend weg von linearen Medien setzt sich zwar fort, allerdings längst nicht mehr in einer solch dramatischen Geschwindigkeit. Zudem scheint bei den Streamingdiensten vorerst eine Grenze erreicht zu sein, an der sie nicht weiter wachsen. Das Lesen bleibt für viele neben Video und Audio ein klarer Bestandteil des Medienkonsums, selbst Printmedien zeigen sich bei der Nutzung stabil. Eine gewisse Social-Media-Müdigkeit stellt sich bei 30- bis 49-Jährigen ein, zudem verlieren Hype-Anbieter wie TikTok und Twitch Reichweite. Gewinner des Jahres – und das ist ein Problem der Inhalteanbieter: KI-Tools, die deren Inhalte zusammenfassen. […]

Bei diesen Wochenreichweiten sieht das Ranking der Dienste so aus:

  1. YouTube / 47 Prozent Wochenreichweite (+1 gegenüber 2025)
  2. Netflix / 35 (+-0)
  3. Prime Video / 25 (-2)
  4. ARD Mediathek / 23 (-1)
  5. ZDF Streamingportal / 20 (-4)
  6. Magenta TV / 12 (+-0)

[…]

Spotify bleibt bei den Audio-Abrufdiensten weiterhin die klare Nummer 1, steigerte sich bei der Wochenreichweite sogar nochmals:

  1. Spotify / 34 Prozent (+1 gegenüber 2025)
  2. YouTube Music / 16 (2025 nicht abgefragt)
  3. Amazon Music / 11 (+-0)
  4. Apple Music / 6 (-1)
  5. Audible / 6 (+-0)
  6. ARD Audiothek / 5 (-1)
  7. Radio.de / 5 (+-0)
  8. TuneIn Radio ( 5 (+-0)
  9. Apple Podcasts / 4 (-1)

Jens Schröder, meedia.de, 22.09.2026 (online)

https://meedia.de/news/beitrag/25109-ard-zdf-medienstudie-2026-video-und-audiostreaming-waechst-nicht-mehr-schon-50-prozent-nutzen-mindestens-monatlich-ki-tools.html

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)