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Alexander Kluge: Die Begabungsreserve des öffentlich-rechtlichen Rundfunks liegt im Hörfunk

„Auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind die wichtigsten Begabungen aus dem Hörfunk gekommen: Günther Jauch, Thomas Gottschalk … Die Radiomoderatoren haben eine große Nähe zu dem, was in den Menschen immer gegenwärtig ist. Das ist Mündlichkeit und das Hören. Das Ohr unterscheidet besser, wem ich vertrauen kann, als das Auge, das sich durch Werbung schneller täuschen lässt. Die Begabungsreserve liegt im Hörfunk.“

 

Epd medien, Sonderausgabe 70 Jahre, S. 5 (online)

Zitiert: Das Problem ist ja nicht, dass eine Sendung wie „aspekte“ so ist, wie sie ist

Bedauerlich ist, dass es nicht auch noch etwas anderes gibt im Hauptprogramm der Öffentlich-Rechtlichen. Etwas, das komplexer, radikal anders, langsamer und uneindeutiger wäre, das mehr Raum zum Denken ließe, indem es den Zuschauer mit etwas konfrontierte, das seine Kenntnis übersteigt, das ihn intellektuell herausfordert. Das Ärgerliche ist, dass „aspekte“ schon das mutigste, vom Quotendruck am ehesten entlastete Kulturformat im Hauptprogramm des ZDF darstellt. Wäre es nur ein Anfang, der Einstieg in die Welt der kulturellen Sinnstiftung, dann wäre im Fernsehen noch vieles möglich. Lassen wir die Hoffnung nicht fahren!

 

Timon Karl Kaleyta, faz.net, 12.02.2019 (online)

Zitiert: kleine Geschichte und Theorie der „Fake News“ als Medienkritik

Die Historiker Volker Barth und Michael Homberg, die in Köln und Berkeley arbeiten, haben über die Wahrheitsfrage in der modernen Pressegeschichte jeweils Monografien geschrieben, Tagungen veranstaltet und jetzt den Aufsatz „Fake News. Geschichte und Theorie falscher Nachrichten“ veröffentlicht (Geschichte und Gesellschaft, 44. Jahrgang, Heft 4). Allzu viel Theorie enthält der Beitrag zwar nicht, dafür aber eine gut geordnete Übersicht der gezielten Unwahrheiten in der Massenpresse seit etwa 1830. Weiterlesen Zitiert: kleine Geschichte und Theorie der „Fake News“ als Medienkritik

Zitiert: Mehr Geld für neue Fassbinder

Vielleicht bringt nicht jede Generation einen neuen Fassbinder hervor. Aber ein paar Gelder mehr vom täglichen Unterhaltungsbreibudget abzuzwacken – für Künstler – wäre schon dufte.

 

Bettina Lamprecht, Blickpunkt:Film, 5/2019, S. 76 (nicht online)