Fernseh-Empfang des ERSTEN in Afghanistan läuft jetzt sogar über zwei Satelliten. Nach der Einigung mit SES Astra hat auch der Satelliten-Betreiber Eutelsat der ARD angeboten, das Programm des Ersten Deutschen Fernsehens kostenlos für die Bundeswehr in Afghanistan auszustrahlen. Dieses Angebot gilt ab sofort.
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BILD kämpft für das ERSTE in Afghanistan
„Aus Solidarität mit unseren Soldaten schmeißt BILD heute das ARD-TV-Programm raus! Wir sind sicher: Unsere Leser sind genauso empört über die ARD wie wir!“ So BILD heute. Durch den Verzicht auf die Einspeisung spare die Anstalt etwa eine Million Euro im Jahr. Natürlich fanden sich zitierbereite Politiker: „Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass man den Soldaten im gefährlichen Auslandseinsatz das TV-Programm abdreht“, so Frank-Walter Steinmeier. Sogar Ruth Hieronymi, Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats, war bereit, BILD einen O-Ton zu geben: „Ich bin ganz entschieden gegen die Abschaltung. Es liegt geradezu im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, eine Übertragung zu ermöglichen.“ Diese öffentliche Radikalität hätte man sich auch in der Auseinandersetzung um die Dokumentationen gewünscht. Angesehen davon, dass man die Tagesschau weltweit im Internet sehen kann, war wie BILD mit ihrer Kampagne nicht aktuell. Denn schließlich ging die ARD schon im Juni diesen Jahres vom Satelliten. Wie die BILD die ARD trieb, dabei die Wahrheit verbog und wer sich für die „nationale Angelegenheit“ noch wie einspannen ließ, kann man schön hier bei bildblog.de lesen.
Wie rechnet die ARD?
Peter Boudgoust begrüßt die Haushaltabgabe so: „In Zukunft heißt es: Ein Beitrag pro Wohnung, dadurch werden rund 1,5 Millionen Menschen entlastet, für 95 Prozent ändert sich sowieso nichts. … Wir haben seit Jahren zurückgehende Einnahmen aus der Gebühr, müssen deshalb sparen.“
Wen meint Peter Boudgoust? Den SWR? Den MDR? Die ARD? Das öffentlich-rechtliche System? Laut GEZ sind die Gesamteinnahmen von 2008 zu 2009 um 340 Mio. Euro gestiegen. Im Jahre 2000 lagen sie bei 5,92 Mio. Euro, 2004 waren es 6,85 Mio. Euro. In den letzten 10 Jahren gab es nur einmal einen Rückgang: 2008 hatte man 40 Mio. Euro weniger als im Jahre 2007.
Rundfunkgebühr fast so hoch wie Kulturausgaben
Bund, Länder und Gemeinden haben 2010 Kulturausgaben von 9,6 Milliarden Euro. Dies waren 4,1% mehr als 2009. Im Jahr 2007 wurden 8,5 Milliarden Euro für Kultur ausgegeben.
ARD und ZDF sowie Deutschlandradio bekamen 2009 7,6 Mrd. Euro an Rundfunkgebühr.
ARD kürzt kreativ
Damit auf den 25-Minuten-Sendeplatz von „Plusminus“ künftig die 30 Minuten langen Politmagazine passen, sollen die vorherigen Sendungen mit erhöhter Geschwindigkeit abgespielt werden und Programmtrailer wegfallen, so Kai-Hinrich Renner in seiner Medienkolumne.
