Konferenz „Einbruch der Dunkelheit – Theorie und Praxis der Selbstermächtigung in Zeiten Digitaler Kontrolle“

Das Aufrüsten mit Programmen zur Verschlüsselung und Anonymisierung, der Fokus auf den Entwurf neuer Datenschutzgesetze und den Ansatz, die Abhängigkeit von US-amerikanischen Internetfirmen und Netzwerken zu reduzieren, hält Evgeny Morozov nicht für die entscheidenden Lösungen.

Bei der De-Amerikanisierung der Kommunikation werde das Label der Massenüberwachung im schlimmsten Fall beim Aufbau einer von den USA weniger abhängigen Internetinfrastruktur ersetzt, wie sie in Deutschland die Telekom ins Gespräch brachte: Totalüberwachung „Made in Europe“ statt „Made in USA“. Weiterlesen Konferenz „Einbruch der Dunkelheit – Theorie und Praxis der Selbstermächtigung in Zeiten Digitaler Kontrolle“

Zitat: Welches Interesse hat der Staat, Spähsoftware nicht einzusetzen

„Ruft man jetzt nach dem Staat, nach mehr Cybercops, nach einem BSI mit mehr Personal, wäre zuerst zu klären: Wie viel Interesse hat dieser Staat überhaupt daran, dass die Computer seiner Bürger zu Festungen werden, wenn derselbe Staat ernsthaft erwägt, Spähsoftware einzusetzen? Spähsoftware, die Sicherheitslücken der Rechner ausnutzt – so wie das auch die Viren und Trojaner der Kriminellen tun? Wenn die Dienste untereinander Informationen austauschen, die sie selber in ihren Ländern gar nicht hätten sammeln dürfen?“

 

Helmut-Martin Jung, sueddeutsche.de, 23.01.2014

 

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Tim Renner zum Jugendkanal

 

„Der ARD-/ZDF-Jugendkanal will mit dem Zuschauer auf Augenhöhe kommunizieren, sieht ihn aber noch nicht als Lieferanten für Inhalte, so wie es im Netz längst üblich ist. Konsequenter und dringend benötigt wäre eine Art öffentlich-rechtliches Youtube, eine Plattform, auf der die Kids ihre Inhalte selbst einstellen können. Dort wären sie vor Willkür internationaler Konzerne sicher. Urheberrechtsfragen und Ansprüche von Verwertungsgesellschaften könnten abgefedert, auch eine redaktionelle Betreuung könnte geboten werden, die auf jugendgerecht aufbereitete News und Ähnliches verweist.“ (Tim Renner im Tagesspiegel, 16.11.2013) Weiterlesen Tim Renner zum Jugendkanal

Bundesnetzagentur hat 2011 über 34 Millionen Anfragen zu Nutzerdaten gestellt

David Drummond, der Rechtsvorstand von Google, hat in einem F.A.Z.-Gastbeitrag darauf hingewiesen, dass Google Nutzerdaten nur auf Anfrage und nach rechtlicher Prüfung an staatliche Behörden übermittelt. „Keine Regierung hat die Möglichkeit, auf Daten direkt von unseren Servern oder aus unseren Netzwerken zuzugreifen.“

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