Zitiert: Wenig Werbung für Dokumentarfilme bei ARD und ZDF

Die Filme müssen ja erst einmal bekannt sein. Sie werden aber nicht ausreichend beworben. Es ist so, dass die Produktions- und auch die Werbebudgets noch an den Sendeplätzen orientiert sind. Für die Produktionen von ‚TerraX‘ steht beim ZDF ein ungleich größeres Budget zur Verfügung als für ein Drittes Programm oder 3sat. Deshalb kann man nicht sagen, Dokumentarfilme sind in der Mediathek gut aufgehoben. Für den PR-Apparat der Sender liegt der Fokus auf der Primetime.

Thomas Frickel, epd medien, 10/20 vom 6. März 2020 (online)

Zitiert: Wie ARD und ZDF die Finanzierung des Dokumentarfilms auslagern

Lange Dokumentarfilme werden von den Sendern auch nur in wenigen Ausnahmefällen voll finanziert. Ein solcher Fall ist der jährliche Wettbewerb ‚Top of the Docs‘ der ARD – da kann man eine voll finanzierte neue Produktion gewinnen. Das ist die Umkehrung dessen, was das öffentlich-rechtliche Fernsehen eigentlich machen muss. Es ist der Job der Redakteure, Projektideen zu sichten und anschließend Aufträge zu vergeben. Stattdessen schicken die Sender meist unabhängige Produzenten los, um bei der Kinofilm-Förderung zusätzliches Geld einzusammeln. ARD und ZDF kommen ja nicht direkt an diese Gelder ran.

Thomas Frickel, epd medien, 10/20 vom 6. März 2020 (online)

Zitiert: Wie heute Dokumentarfilme finanziert werden

Alleine mit TV-Geld kann man heute keinen Dokumentarfilm machen. Der wäre ohne das Kino und die entsprechende Filmförderung nicht denkbar. Denn das Fernsehen – egal welcher Sender – zahlt auf jeden Fall zu wenig (…). Ein Siebtel bis ein Achtel des Geldes kommt vom Fernsehen, der Rest kommt aus den verschiedenen Kino-Fördertöpfen. Dabei müsste es sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk eigentlich leisten, solche Produktionen komplett zu finanzieren.“

Alice Agneskirchner, taz, 15.1.2020 (online)

Zitiert: Überflüssige Reenactments in Dokumentationen

Gute Historienfilme zu drehen, ist eine Kunst. Geschichts-„Dokumentationen“ vor allem mit Reenactments zu füllen, ist nichts als überflüssig. […] Der ungebremste Einsatz von Reenactments, der sich in den späten 2010er Jahren eingebürgert hat, zeugt von schockierend geringem Vertrauen ins Publikum. Und er…