Zitiert: ORF-Besetzungsdebatten kein Zeichen für mehr Unabhängigkeit

Die Unabhängigkeit des ORF muss man stärken, betonte Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker am Samstag im „Journal zu Gast“ auf Ö1. Die aktuellen Debatten, „die sich vielfach um Postenbesetzungen drehen, obwohl eine öffentliche Ausschreibung läuft, die sind jetzt kein Zeichen in Richtung von mehr…

Zitiert: ZDF-Fernsehrat organisiert sich in einer „Groko alten Zuschnitts“

Christian Bartels: In Zeiten, in denen die Parteien, die dem schwarzen und dem roten Freundeskreis ihre Namen gaben (und bei denen sich streiten ließe, inwieweit sie Kategorien wie „progressiv“ und auch „konservativ“ noch mit Leben füllen…), in immer mehr Parlamenten nicht mal mehr eine gemeinsame Mehrheit bilden könnten, die in gar keinem mehr Fall mehr eine Groko alten Zuschnitts wäre, zeigt das, wie es faktisch um die schön hehren Ansprüche des Fernsehrats steht, „so vielfältig wie die Gesellschaft selbst“ „die Interessen der Allgemeinheit“ zu vertreten.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 24.03.2026 (online)

Treffen hinter Absperrband: ZDF-Freundeskreise

Das Schöne bei der Wahl in Mainz war auch, dass man einmal die sogenannten Freundeskreise leibhaftig sehen konnte, die im ZDF-Fernsehrat neuerdings viel Wert darauf legen, überparteilich zu sein. Der schwarze, geleitet vom ehemaligen Verteidigungsminister Franz Josef Jung, CDU, versammelte sich in der Pause nach dem ersten Wahlgang hinter einem Absperrband auf der Terrasse vor der Halle. Der rote, von Verdi-Chef Frank Werneke geleitet, beriet sich im Sitzungssaal. Das ist deshalb bemerkenswert, weil ansonsten alle an diesem Tag so taten, als gebe es diese Lagerbildung nicht in dem mächtigen Aufsichtsgremium.

Claudia Tieschky, sueddeutsche.de, 02.07.2021 (online)