Zitiert: Einsamkeit hat natürlich eine politische Dimension

Das Einsamkeitsrisiko wird stark von äußeren Rahmenbedingungen beeinflusst, etwa bei Armut oder Krankheit. Die Folgen erreichen die gesamte Gesellschaft, zum Beispiel im Gesundheitssystem. Und es gibt Hinweise darauf, dass chronisch einsame Menschen anfälliger dafür sind, sich zu radikalisieren, Verschwörungserzählungen zu glauben oder sich komplett zurückzuziehen. Unsere Demokratie basiert ja darauf, dass wir uns für das Allgemeinwohl einbringen und ein Mindestmaß an Vertrauen haben, untereinander, aber auch gegenüber den Institutionen. Einsamkeit kann das unterminieren.

Maike Luhmann, sueddeutsche.de, 29.03.2026 (online)

Zitiert: Ein voyeuristisches Boulevardstück im Deckmantel des investigativen Journalismus

Immer wieder hat es in der Vergangenheit Versuche gegeben, die Identität Banksys zu entschlüsseln. Einige davon kamen bereits zu belastbar wirkenden Ergebnissen, etwa eine Recherche der britischen Daily Mail von 2008, die Gunningham als den Street-Art-Star identifizierte. Zu Massive-Attack-Sänger Robert Del Naja…

Zitiert: Mit dem Journalismus und der Demokratie ist das so eine Sache

In Zeiten von Krise, Klickverlust und KI scheint die Branche mehr denn je auf die Hilfe der Politik angewiesen, endlich ein Umfeld zu schaffen, das den Medien wieder erlaubt, jene Kontrollfunktion auszuüben, die für die Demokratie so unerlässlich ist. Damit sind sie aber auch angewiesen auf die Hilfe derjenigen mit politischer und wirtschaftlicher Macht, die sie ja gerade intensiv kontrollieren sollen, ja, kontrollieren müssen. Mit diesem Spannungsverhältnis können auf beiden Seiten des Machtgefälles nicht alle gleich gut umgehen.

Jana Ballweber, turi2.de, 19.03.2026 (online)

Zitiert: Medien können kaum etwas ausrichten

Kaum jemand kann die US-Regierung so zur Rechenschaft ziehen wie die Medien und zeigen, dass sie Unwahrheiten verbreitet. Doch selbst die mächtigsten Medienunternehmen können nur wenig ausrichten gegen eine Regierung, die bereit ist, ihre Machtinstrumente – von Aufsichtsbehörden bis zum Justizministerium – gezielt gegen vermeintliche Feinde einzusetzen. Gehören diese Medienunternehmen dann auch noch einem Milliardär mit handfesten Interessen­konflikten, wird der Kampf umso härter – und die Aussicht auf Erfolg umso trüber.

Aaron Wiener, republik.ch, 06.03.2026 (online)