Dokumentiert: Rundfunkbeitragsbefreiungen von 2014 auf 2015 um 13 Prozent gestiegen

„Mit Stand 31.12.2014 waren 2.528.674 Personen von der Beitragspflicht befreit und 505.506 Personen wurde eine Ermäßigung gewährt. Die Anzahl der Personen, denen eine Befreiung von der Beitragspflicht bewilligt wurde, ist im Jahr 2015 um 329.546 (13,03 %) auf 2.858.220 Personen angestiegen. Bei den Ermäßigungen ist im gleichen Zeitraum ein Rückgang um 23.347 (4,62 %) auf 482.159 zu verzeichnen (dazu auch S. 26 f.). … Der sich aus den privaten Beitragsbefreiungen bzw. -ermäßigungen für die Rundfunkanstalten ergebende Ausfall an Rundfunkbeiträgen entspricht eine Gegenwert von ca. 650,7 Mio. € im Jahr.“

(Jahresbericht des Beitragsservice, S. 31, online)

RBB-Rundfunkratsvorsitzende will Rundfunkbeitrag zeitweise stabil halten

In der Diskussion um die Höhe des Rundfunkbeitrags hat sich nun auch der RBB-Rundfunkrat geäußert. Man sei gegen die von der KEF vorgeschlagene Senkung des Rundfunkbeitrags. Eine Resolution des RBB-Rundfunkrat unterstreicht dies. „Die Stabilität des Rundfunkbeitrags trägt zur Zukunftsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks…

Rundfunkbeitragsbefreiungen machen 1,29 Euro je Zahler aus

Der sich aus den privaten Beitragsbefreiungen bzw. -ermäßigungen für die Rundfunkanstalten ergebende Beitragsausfall beläuft sich auf ca. 597,1 Mio. Euro im Jahr (ausgehend von den privaten Beitragssachverhalten mit Stand 31. Dezember 2014 ohne Berücksichtigung von Bestandsveränderungen im Laufe des Jahres).

Ohne die Gewährung von Befreiungen oder im Falle der Übernahme der Kosten durch Dritte könnte der zum 31. Dezember 2014 gültige Monatsbeitrag von 17,98 Euro bei unveränderten Beitragserträgen um rd. 7,17 % bzw. 1,29 Euro gesenkt werden.

 

Geschäftsbericht des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio für das Jahr 2014 auf Seite 39 (pdf)

Bayrischen Rundfunk: Gehälter steigen, Honorarmittel sinken?

„Vorbehaltlich der Prüfungsergebnisse der KEF stellt der ORH fest, dass der BR mit 83 % an dem angemeldeten Fehlbetrag der ARD-Anstalten bis 2020 partizipiert. Trotz Inanspruchnahme der bis 31. Dezember 2016 aus Mehreinnahmen entstandenen Beitragsrücklage und der auch 2017 bis 2020 zu…

Michael Konken fordert „Haushaltsabgabe“ für Print- und Online-Medien zu nutzen

„Ich war immer ein Streiter dafür, den Journalismus anders zu finanzieren. Wohlgemerkt: Den Journalismus, nicht die Verlage. Das Geld muss bei den Journalisten landen. Wir werden in den nächsten Jahre über eine Finanzierung nachdenken müssen, die außerhalb der Verlage läuft. Ich habe die „Haushaltsabgabe“ für Print- und Online-Medien gefordert, die staatsfern sein muss.  Das ist gewiss schwierig, es bedarf dafür auch Gesetzesänderungen. Aber ich meine, es ist hinzubekommen, von der jetzigen Haushaltsabgabe einen Teil für Print- und Online-Journalismus vorzusehen.“

 

Planetinterview, 18.04.2016, weiterlesen (online)