Zitiert: Fehlende Dokumentation im Fernsehen

Im Fernsehen wird zu attraktiven Sendezeiten viel ermittelt, geredet und gesungen. Dokumentiert wird vergleichsweise wenig. Die Zeit, die dafür fehlt, geht in den Talkshowstudios verloren, denen angesichts der erheblichen Konkurrenz hinsichtlich der Besetzung und der Themen wenig Überraschendes einfällt. Dass die Moderatoren politikinteressierte Vollprofis sind und immer wieder im gegebenen Korsett brauchbare Sendungen gestalten, ändert nichts daran, dass dem Fernsehen vor Mitternacht Rausgehjournalismus und die Vermittlung von Realität gut täte.

Philipp Krohn, faz.net, 21.01.2026 (online)

Zitiert: IOC-Direktoren kassieren mehr Geld als sämtliche Olympiasieger und olympische Fachverbände

Lesen Sie die Zahlen der Olympiade 2021–2024: Mehr als 55 Millionen Dollar wurden den Direktoren des IOC gezahlt – viel mehr als die olympischen Verbände der obersten Kategorie (World Athletics & Co) vom IOC erhalten. Die Gesamtsumme ist deutlich höher, denn einige Gehälter werden verschwiegen.

Jens Weinreich, Sport & Politics, 18.01.2026 (online)

Zitiert: Warum Sender als Streamer starke Markenwelten brauchen

Sind lineare TV-Marken im Streaming Ballast oder Superkraft? Wenn RTL, ZDF & Co. es richtig anstellen, haben sie damit gegenüber internationalen Anbietern einen großen Vorsprung. Vox quasi in RTL zu integrieren, wäre dann aber genau der falsche Weg, glaubt Peer Schader. […]…

Zitiert: Das Fernsehen schafft sich ab

Aber das Fernsehen braucht keine aufgewärmten Stars und keine recycelten Konzepte. Es braucht den Mut zur Erneuerung. Unverbrauchte Gesichter, unerprobte Ideen, unkonventionelle Wege, ein Publikum wieder zu erreichen. Doch dieser Mut fehlt – im gebührenfinanzierten System, das keinen wirtschaftlichen Druck verspürt, ebenso wie bei den Privaten, die lieber auf vermeintlich sichere Marken setzen, als echte Wagnisse einzugehen. Das Fernsehen schafft sich ab. Es bemerkt es nur nicht.

Marcus Weingärtner, berliner-zeitung.de, 15.01.2026 (online)