Zitiert: Medien = Mittler

In den Wahlverwandtschaften gibt es einen Verteidiger der menschlichen Zuverlässigkeit, der ehelichen Treue mit Namen Mittler, leicht verscheuchbar, redselig. Heiratsvermittler, Wohnungsvermittler, Stellenvermittler, Dolmetscher – sie sind Medien. Medien sind Instrumente, über die sich mittelbare Erfahrung überträgt.

Alexander Kluge, sueddeutsche.de, 12.09.2023 (online)

Zitiert: Wie der Männer-Fußball die sportjournalistische Wahrnehmung dominiert

Wie sehr der Männer-Fußball die sportjournalistische Wahrnehmung dominiert, sah man am Sonntag, als der Deutsche Fußball-Bund die Entlassung seines Bundestrainers bekannt gab – kurz bevor das Basketball-Finale zu Ende war. Schon am Sonntagabend musste daher der eine oder andere Sportaufmacher wieder einmal dem Fußball gelten. Womöglich ist der Männer-Fußball nur aus Gewohnheit oder wegen der Unverfrorenheit seiner Verbände der meistbeachtete Sport in Deutschland. Wegen seiner Schönheit oder der modernen Publikumsansprache seiner Funktionäre ist er es derzeit jedenfalls nicht.

Klaus Raab, MDR Altpapier, 11.09.2023 (online)

Zitiert: Bedeutungsverlust der Medienpolitik

TV war eine landespolitische, höchstens nationale, Angelegenheit. Auch wenn dubiose Medienunternehmer wie der spätere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi in den 80er Jahren auf den Markt drängten, hatten alle Sender ihren Sitz in Deutschland und unterlagen damit auch den Regularien der deutschen Medienpolitik.…

Zitiert: Triggerwarnungen wirken nicht so, wie sie sollen

Die Warnungen schützten nicht vor negativen Gefühlen, wie Selbstauskünfte und biologische Stressmarker zeigten, sondern schürten im Gegenteil vorab leichte Erwartungsängste. Womöglich könnten die Warnungen helfen, schreibt das Team um Bridgland – wenn dazu auch Hinweise zum Umgang mit aufkommenden negativen Gefühlen gegeben würden. Doch das sei selten der Fall.

Ebenso wenig sorgten die Warnungen für eine andere Form von Selbstschutz: die Konfrontation ganz zu vermeiden.

Christiane Gelitz, spektrum.de, 09.09.2023 (online)

Zitiert: Ein Hochfest der Politik(er)verachtung

Oliver Welke und sein Ensemble fördern meiner Ansicht nach die Politikverdrossenheit, noch schlimmer: die Politikerverachtung. Die stets aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate lassen die Politiker doof aussehen und dastehen. Aus einem verunglückten Auftritt wird so viel Honig gesagt, dass die Politikerin/der Politiker…