Zitiert: Die öffentlich-rechtlichen Sender müssen das Terrain wechseln

Die Plattformen der Zerstreuung und der wahrheitsunempfänglichen Distribution und die Kanäle, die die Menschen durch Überfütterung zum Schweigen bringen, kann man nicht auf ihnen selbst bekämpfen, sondern nur, wenn man das Terrain wechselt.  Und das heißt: mit der Demokratie und der Öffentlichkeit wieder ganz unten anfangen, in dem man sehr analoge, sehr physische, sehr dauerhafte Räume für Publikum im Kantischen Sinne schafft.

Und dazu muss ich zumindest einen partiellen Exodus aus dem Funkhaus betreiben. Das erweitert den Beruf des Journalisten zum, nennen wir es versuchsweise: Öffentlichkeitsarbeiter.

Mathias Greffrath, Deutschlandradio, Essay und Diskurs, 12.04.2026 (online)

Zitiert: Gab es 1990 noch Chancen für ein gemeinsames ostdeutsches Fernsehprogramm?

Wir haben anderthalb Jahre lang versucht, die Landespolitiker davon zu überzeugen – vergeblich. Es wäre sinnvoll gewesen, die Landesfunkhäuser auszubauen und aus Adlershof ein Gemeinschaftsprogramm zu senden. Der DFF lieferte in dieser Zeit das beliebteste Programm im Osten. Aber die Medienpolitik wurde…

Zitiert: Man sollte die Chance im ÖRR nutzen

ÖRR heißt auch: Verwaltung, Redaktionskonferenzen, Abnahme, Formalia, technische Notwendigkeiten, Personalverantwortung. Man muss umdenken, vom Medienschaffenden zum Medienunternehmer. Gleichzeitig bietet der ÖRR aber auch finanzielle Sicherheit, die ich als Influencer, vor allem am Anfang meines Weges, nicht hatte. So konnte ich mir ein…

Zitiert: ZDF übernimmt Sanktionen der Trump-Regierung

Wer als Talkshow-Gast oder Experte an einer ZDF-Sendung teilnimmt, bekommt vom Sender einen „Mitwirkendenvertrag“. Und seit Kurzem mit etwas Pech zusätzlich eine „Anlage zu den Sanktionsbestimmungen“. Es ist die Art Kleingedrucktes, das man höchstens überfliegt, bevor man es akzeptiert. Dabei ist der…

Zitiert: ZDF-Fernsehrat organisiert sich in einer „Groko alten Zuschnitts“

Christian Bartels: In Zeiten, in denen die Parteien, die dem schwarzen und dem roten Freundeskreis ihre Namen gaben (und bei denen sich streiten ließe, inwieweit sie Kategorien wie „progressiv“ und auch „konservativ“ noch mit Leben füllen…), in immer mehr Parlamenten nicht mal mehr eine gemeinsame Mehrheit bilden könnten, die in gar keinem mehr Fall mehr eine Groko alten Zuschnitts wäre, zeigt das, wie es faktisch um die schön hehren Ansprüche des Fernsehrats steht, „so vielfältig wie die Gesellschaft selbst“ „die Interessen der Allgemeinheit“ zu vertreten.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 24.03.2026 (online)