Ein halbes Jahr nach einem ähnlichen Votum in der Schweiz haben auch die Sloweninnen und Slowenen für eine Beibehaltung der Rundfunkgebühr gestimmt, wenn auch äußerst knapp. Eine Volksbefragung der Mitte-Rechts-Regierung zur Abschaffung des Beitrags ist am Sonntag mit 50,04 Prozent der Stimmen abgelehnt worden. Bei einer Rekordbeteiligung von 54,6 Prozent gaben rund 700 Stimmen den Ausschlag. Umfragen hatten ein klares Ja für die Abschaffung erwarten lassen. […]
Tatsächlich hatten starke Ergebnisse in der Hauptstadt Ljubljana den Umschwung gebracht. Dort gab es teils Drei-Viertel-Mehrheiten für die Beibehaltung des Rundfunkbeitrags. Eine Abschaffung des Beitrags in Höhe von 14,02 Euro monatlich hätte dramatische Folgen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunksender RTV Slovenija gehabt. Im Vorjahr nahm er 152,1 Millionen Euro ein, davon entfielen 109,1 Millionen oder fast 70 Prozent auf Rundfunkbeiträge.
APA, derstandard.at, 12.10.2026 (online)

