Zitiert: Propaganda-Allianz oder strategische Verstärkung zwischen China und Russland?

Russland und China inszenieren sich gern als Partner im Widerstand gegen eine westlich dominierte Weltordnung. Doch erzählen ihre internationalen Staatssender tatsächlich dieselbe Geschichte über den Krieg gegen die Ukraine? […]

Die Studie widerspricht der Vorstellung, Russland und China bildeten eine geschlossene mediale Propagandafront. Ihre Auslandssender folgen unterschiedlichen Prioritäten, Kommunikationsstilen und nationalen Interessen. Dennoch sind ihre Narrative nicht voneinander getrennt. CGTN verstärkt ausgewählte russische Deutungen – insbesondere die Kritik an westlicher Doppelmoral, Sanktionen und US-amerikanischer Hegemonie.

Dabei werden die Aussagen moderiert und in ein chinesisches Narrativ von Stabilität, Friedfertigkeit und verantwortungsvoller Weltpolitik eingebettet. RT übernimmt die chinesische Selbstdarstellung dagegen kaum. „Strategische Verstärkung“ beschreibt hier eine neue Form autoritärer Medienkooperation: keine gleichberechtigte Partnerschaft und keine vollständig koordinierte Propaganda, sondern eine selektive und asymmetrische Zirkulation von Narrativen.

Für die Analyse internationaler Desinformation ist diese Unterscheidung wichtig: Problematische Narrative verbreiten sich nicht immer als wortgleiche Botschaften oder sichtbar koordinierte Kampagnen. Sie können ihren Ton, ihre Begründungen und ihre journalistische Verpackung verändern, während der politische Kern erhalten bleibt. Die schwächere Macht produziert in diesem Fall die offensiveren Deutungen. Die stärkere Macht hingegen entscheidet, welche davon anschlussfähig gemacht werden.

Susanne Fengler, ejo-online.de.eu, 24.09.2026 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)