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Zitiert: Tagesaktuelles Arbeiten wird immer unbefriedigender

Ich hatte das Gefühl: Jetzt ist es genug. Ich war mit einer kurzen Unterbrechung fast 18 Jahre lang für die ARD in London. Das war bis zum Schluss spannend. Aber ich wollte nicht mehr tagesaktuell arbeiten, das wird auch immer unbefriedigender, weil jetzt alles immer schneller und kürzer werden muss. In Beiträgen, die 2:30 Minuten lang sind, kann man nicht viel analytisch erzählen. Das hat mir zunehmend gefehlt, das In-die-Tiefe-Gehen. Ich habe darum neben der Arbeit noch für britische Medien Analysen geschrieben, am Wochenende und nachts, das wurde auf Dauer zu anstrengend.

Annette Dittert, sueddeutsche.de, 11.05.2026 (online)

Zitiert: KI-Kennzeichnung zwischen Transparenz und Abgrenzung

Insgesamt zeigt sich ein klares Bedürfnis, journalistische Transparenz im KI-Zeitalter auszubauen. Eine Standardisierung gibt es bislang nicht und bei der praktischen Umsetzung lassen sich zwei grundsätzlich verschiedene Arten der Kennzeichnung identifizieren, die in Zukunft klar voneinander getrennt werden sollten: die Transparenz über…

Zitiert: Es geht beim ESC um ein Gesamtpaket

Es geht beim ESC eben nicht nur um Stimme oder Komposition, sondern um das berüchtigte Gesamtpaket. Aus einem kleinen, vornehmen Gesangswettbewerb ist lange ein Medienspektakel geworden. Die größte Kulturveranstaltung der Welt, 160 Millionen Menschen schauen zu, wenn Rundfunkanstalten aus verschiedenen Ländern mit- und gegeneinander singen, tanzen, performen. Die Show in der Wiener Stadthalle sollte extravagant werden, das stand von Anfang an fest. Nicht nur, weil der Eurovision Song Contest extravagant ist, sondern weil er das seit genau siebzig Jahren ist.

Marie Gundlach, sueddeutsche.de, 17.05.2026 (online)

Zitiert: ARD-„Qualitätsjournalismus“

Am Ende wird dies das Einzige sein, was den Qualitätsjournalismus noch von den ganzen anderen Medienanbietern unterscheidet: Wir stehen mit unserem Namen und mit unserem Gesicht dafür ein, dass wir nach bestimmten ethischen und handwerklichen Standards arbeiten. Und dass die Menschen sich darauf verlassen können, dass wir Fehler zugeben und selbst öffentlich machen.

Kai Gniffke, newsroom.de, 12.05.2026 (online)

Zitiert: Es ist nicht einfach, Medienstaatsverträge zu kündigen

Es ist einfach gesagt, Staatsverträge zu kündigen. Und rechtlich ist es auch möglich. Aber der Teufel steckt im Detail, in der Abwicklung. Am Ende würden wohl die Ergebnisse einer möglichen Neuaufstellung nicht weit entfernt liegen von dem System, das wir aktuell haben, jedenfalls dann, wenn wir uns an der Rundfunkrechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts orientieren, die ich zwar in vielen Punkten für höchst problematisch halte, an der sich die Länder nun einmal orientieren müssen. Jedenfalls wäre ein Ausstieg kompliziert, langwierig und teuer.

Christoph Degenhart, dwdl.de, 18.05.2026 (online)