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Zitiert: Öffentlich-rechtliche Medien verschwinden selten über Nacht. Sie verblassen.

Eine regionale Nachrichtenredaktion schließt, ein investigatives Projekt wird auf unbestimmte Zeit verschoben, ein Minderheitenprogramm verschwindet leise aus dem Programm. Nichts davon wirkt dramatisch, nichts davon ähnelt Zensur. Und doch geht etwas verloren – nicht nur innerhalb einzelner Medienorganisationen, sondern auch innerhalb der…

Zitiert: Werbeausgaben deutscher Unternehmen steigen, Werbeerlöse redaktioneller Medien sinken

Seit 2008 ist der Anteil der gesamten Werbung, der deutschen journalistischen Angeboten zufließt, von über 70 Prozent auf rund 45 Prozent gesunken (Sehl et al., 2020). Obwohl die Werbeausgaben insgesamt um mehr als 6 Milliarden Euro gestiegen sind, haben die redaktionellen Medien…

Zitiert: Beitragsreduzierungsinitiativen können nicht verlieren

Mach mal Radio, Fernsehen, Internet für ungefähr so viele Einwohner wie Baden-Württemberg, aber in vier Sprachen: Das kostet. Vor acht Jahren lehnten über 70 Prozent eine Initiative zur Abschaffung des ÖRR – „No billag“ – deutlich ab. Diesmal versucht’s die rechtspopulistische SVP mit einer „Halbierungsinitiative“. Und wirtschaftsliberalem Geschenkpapier um die stets gleichen inhaltlichen Anliegen. Im Ergebnis steigt der politische Druck auf Redaktionen und sinkt die Finanzierung. Diese Abstimmung also können die Rechten gar nicht verlieren, so oder so.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 08.03.2026 (online)