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Zitiert: Ist der Wissenschaftsjournalismus zu komplex

Im Wissenschaftsjournalismus spielen Methoden der Studienaufbereitung, methodische Nachfragen bei den Studienautoren, statistische Grundlagen und Methoden der Datenanalyse eine große Rolle. Doch diese Themen gelten vielen Verantwortlichen im Journalismus inzwischen als zu komplex und letztlich unnötig. Und das führt zu falscher Berichterstattung. Wird dann noch nach einem politisch erwünschten Dreh für eine Geschichte gesucht, kann es schnell fatal werden.

Peter Welchering, Berliner Zeitung, 02.02.2026 (online)

Zitiert: Deutsche Medienpolitik machte Nutzer von US-Unternehmen abhängig

Mit einer Mischung aus Laissez-faire, Zweckoptimismus und Urvertrauen ins transatlantische Bündnis manövrierte die deutsche und europäische Medienpolitik die Nutzer hierzulande in eine Abhängigkeit von US-Konzernen, die – als wären sie an sich mit ihren überwachungskapitalistischen Geschäftsmodellen nicht schon problematisch genug – nun…

Zitiert: Journalismus sollte nicht beruhigen oder schützen, sondern hinschauen

Ich hätte mir gewünscht, dass Medien früher bereit gewesen wären, Ambivalenz auszuhalten. Dass man sagen kann: Diese Impfung hat vielen Menschen geholfen – und es gibt Menschen, die schwer geschädigt wurden. Beides gleichzeitig. Stattdessen wurde sehr lange versucht, diese zweite Realität kleinzuhalten oder wegzuerklären. Das hat nicht nur uns geschadet, sondern dem Vertrauen insgesamt. Journalismus sollte nicht beruhigen oder schützen, sondern hinschauen, auch wenn es unbequem ist.

Christine Prayon, berliner-zeitung.de, 09.02.2026 (online)

Klick-Tipp: Die Wende-Wirren in der Leipziger Journalistik

Abwicklung, Hungerstreik und Neustart: Auf dem Alumni-Treffen 2025 diskutierten der Gründungsdekan des Fachbereichs für KMW Prof. Dr. Karl Friedrich Reimers, der Gründungsdirektor des Instituts für KMW Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz, die damalige Studentin Heike Schüler, der ehemalige Gastprofessor Prof. Dr. Horst Pöttker und die beiden Mittelbau-Angehörigen Dr. Jürgen Schlimper und Dr. Jochen Schlevoigt über die Zeit von 1989 bis 1992. Moderiert wurde das Panel von Dr. Erik Koenen, Experte für Fachgeschichte.

Uwe Krüger, Juliane Stute, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, 26.01.2026 (online)