Zitiert: Wie rechte Diskursverschiebung zur Polarisierung führt

Letztlich sollen einfach neue Rechte weiterhin jene öffentlich beleidigen dürfen, die am Diskurs nicht teilnehmen. So führt die ‚Weitung‘ des Korridors eher zu einer Verschärfung der Polarisierung. Das zeigt etwa ein Blick in die USA: Wenn das öffentliche Aussprechen menschenfeindlicher Positionen irgendetwas für den Zusammenhalt der Gesellschaft tun würde, wäre das Land politisch nicht an dem Punkt, an dem es heute ist.“

Jagoda Marinic, sueddeutsche.de, 30.10.2020 (online)

Zitiert: der gröbste Verstoß gegen die Objektivität

Der gröbste Verstoß gegen die Objektivität ist es, wichtige Ereignisse totzuschweigen, unliebsame Meldungen zu unterdrücken oder entscheidende Seiten eines Ereignisses auszublenden. Das waren und sind Methoden in autoritären Systemen, in der Demokratie sind sie allerdings auch nicht unbekannt.

Dietz Schwiesau/Josef Ohler: Die Nachricht. List, S.35

Zitiert: öffentlich-rechtliches Radio muss Abbild einer diversen Gesellschaft sein

Für diese Vielfalt an Menschen und Interessen muss das Radio, zumal das öffentlich-rechtliche, Antworten finden. Entscheidend wird sein, diese Vielfalt und Verlässlichkeit auch in einem personalisierten, digitalisierten Audioangebot zu ermöglichen, das nur noch rudimentär etwas mit dem eigentlichen Antennenradio zu tun hat. Am Ende ist es dann auch die große Chance des Radios, dass die Summe der Wirs, die sich vor diesem akustischen Lagerfeuer versammeln, ein Abbild einer diversen Gesellschaft ist und ein Pfeiler der Demokratie.

Anke Mai, Programmdirektorin Kultur beim SWR, epd medien, 32/2020

Zitiert: Ist Demokratiefeindschaft eine Folge der DDR?

Das Durchschnittsalter der heutigen Ostdeutschen liegt unter 50 Jahren. Die meisten absolvierten den Großteil ihres Lebens unter den gewandelten Verhältnissen, jene insbesondere, die ihre rechte, rechtsradikale Gesinnung auf die Straße tragen. Wer deren Demokratiefeindschaft unbeirrt der DDR zuschreibt, begeht einen dreifachen Fehler:…