Zitiert: Journalismus braucht funktionierende Öffentlichkeit als „Resonanzraum“

Vor diesem Hintergrund greife der berufsethische Ansatz der meisten Journalist*innen, in erster Linie wahr, umfassend und korrekt zu berichten, zu kurz. Denn der Journalismus brauche eine funktionierende Öffentlichkeit als „Resonanzraum“. Sein Anspruch müsse daher sein, sich auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu engagieren. Gegen Brexit-Lügen und Corona-Leugner komme ein Journalismus, der allein auf Factchecking basiere, auf die Dauer nicht an. Nötig sei vielmehr auch der Erwerb und Einsatz eines „Grundwissens über Psychologie und Hirnforschung“.

Günter Herkel, verdi.de, 26.10.2020 (online)

Zitiert: Eigentümliche Gestalten, die den Lauf der digitalen Welt gestalten

Es sind eigentümliche Gestalten, die den Lauf der digitalen Welt gestalten. Es scheint, als gebe es vor allem drei Archetypen. Da sind die Männer im Nebel, wie Jack Dorsey und Elon Musk (auch wenn der schon seit einiger Zeit nicht mehr bei…

Fehlende lokale Berichterstattung schafft Raum zu Entfaltung großer Lügen und „Verschwörungstheorien“ in der Gesellschaft

Das langfristige Problem, das ich auch für Europäer für wichtig halte, ist das Fehlen lokaler Nachrichten und lokaler Medien. Normale, den Alltag betreffende Fakten werden nicht mehr zusammengetragen. Weil dies den Amerikanern fehlt, bekamen große Lügen und Verschwörungstheorien einen so breiten Raum…

Zitiert: Gehen Vertrauen und Demokratie Hand in Hand?

Der Journalismus kann sein Geld nur dann mit Misstrauen verdienen, wenn er selbst Vertrauen genießt. Demokratien weisen dabei stets geringere Vertrauenswerte auf als Autokratien. Wo nahezu alle Menschen angeben, den Medien zu vertrauen, sollte man sich nicht freuen, sondern alarmiert sein. Eine…

Zitiert: Deutschland ist nicht im Griff der 68er

Das ist eine der beeindruckendsten rechten Denkfiguren. Trotz hochdotierter Posten und Publikationsmöglichkeiten in reichweitenstarken Medien hält man die eigene Position für unterdrückt. Prekär arbeitende freie Journalist*innen, Aktivist*innen oder Wissenschaftler*innen werden dagegen als ausgesprochen mächtig phantasiert. Gerade diejenigen also, die zur gesellschaftlichen Elite zählen und für den Status quo, der rechts ist und derzeit ins Autoritäre und Antidemokratische zu kippen droht, verantwortlich sind, halten sich für marginalisiert.

Natascha Strobl, konkret-magazin, 11/2020 (online)