Zitiert: Fußball – ein Programm, das sich selbst aufstellt

Und wieder haben ARD und ZDF dicke Rechtepakete für Länderspiele bis 2028 gekauft. Bis 2028 werden 30 Länderspiele der DFB-Männer übertragen. Zudem dürfen die beiden öffentlich-rechtlichen Sender alle Länderspiele der Frauen bis 2027 zeigen. […]

Außer Fußball ist kein Fernsehprogramm erinnerlich, das in zwei Systemen parallel übertragen wird – das schafft nur der Fußball. Siehe Fußball-EM 2024, siehe den aktuellen Pkal […]

Was rechtfertigt diese Omnipräsenz des Fußballs? Kein Programm wird derart fraglos aufs Publikum losgelassen. Eine Qualitätserwartung existiert nicht.

Joachim Huber, tagesspiegel.de, 25.09.2023 (online)

Zitiert: Völler ist bekanntlich kein allzu moderner Mann

Er hält Gendern ebenso für ein entbehrliches Zeitgeist-Phänomen wie Latte Macchiato, den inversen Rechtsverteidiger sowie die asymmetrische Dreierkette. Er unterhält kein Instagram-Konto und hat zwar eine Vorstellung von Tiki Taka, nicht aber von Tiktok. Vielleicht ist er sogar einer der letzten Deutschen,…

Zitiert: Wie der Männer-Fußball die sportjournalistische Wahrnehmung dominiert

Wie sehr der Männer-Fußball die sportjournalistische Wahrnehmung dominiert, sah man am Sonntag, als der Deutsche Fußball-Bund die Entlassung seines Bundestrainers bekannt gab – kurz bevor das Basketball-Finale zu Ende war. Schon am Sonntagabend musste daher der eine oder andere Sportaufmacher wieder einmal dem Fußball gelten. Womöglich ist der Männer-Fußball nur aus Gewohnheit oder wegen der Unverfrorenheit seiner Verbände der meistbeachtete Sport in Deutschland. Wegen seiner Schönheit oder der modernen Publikumsansprache seiner Funktionäre ist er es derzeit jedenfalls nicht.

Klaus Raab, MDR Altpapier, 11.09.2023 (online)