Zitiert: Die größte Gefahr der KI

Die größte Gefahr ist nicht, dass KI uns ersetzt, sondern dass KI die Strukturen verändert, in denen wir Realität wahrnehmen. Durch Algorithmen, durch (gezielt?) falsche Gewichtung, durch eine beeinflusste Informationsökologie auf Social Media entsteht ein verzerrtes System, das unsere Wahrnehmung der Realität verformt. Wir bemerken diese Veränderung oft erst, wenn sie bereits voll wirksam ist.

Andre Wolf, taz.de, 30.04.2026 (online)

Zitiert: KI selbst kann im klassischen Sinn keine Zensur ausüben

Zensur geht im bisherigen Verständnis von Menschen oder Organisationen aus, die Systeme gestalten und steuern. Lange Zeit war sie vor allem ein Instrument von Staaten, doch heute wird sie auf parastaatlicher Ebene auch durch Plattformen, Konzerne oder andere Machtstrukturen umgesetzt. KI übernimmt dabei nicht die Entscheidung, sondern die Umsetzung. Und dabei geht es um schnelle, menschenlose Umsetzung. Sie filtert, gewichtet und sortiert Inhalte entlang von Vorgaben, die von Menschen definiert wurden.

Andre Wolf, taz.de, 30.04.2026 (online)

Zitiert: KI lässt Nutzende mit ihren Zweifeln allein

Die Warnung unter den Suchergebnissen zu Technologie und Pressefreiheit lautet lapidar: „KI-Antworten können Fehler enthalten.“ Heißt es in der Arzneimittelwerbung noch pflichtschuldig: „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke“, lässt…

Zitiert: Wie KI und Medienlogik die Kulturkritik entkernen

Die professionelle Kulturkritik verschwindet aus den Medien – und mit ihr die Fähigkeit der Gesellschaft, sich über Kunst und Werte zu verständigen. Doch statt zu kapitulieren, braucht es neue Wege. Der Rückzug der professionellen Kulturkritik und die Ausbreitung von KI-Inhalten sind zwei…

Zitiert: ARD-Strategie 2026 – Abschied vom Fernsehen, Kampf um Relevanz

Mit einem Public Open Space, KI-Strategie und Programmumbau reagiert die ARD auf digitale Konkurrenz. Der Preis könnte hoch sein – intern wie publizistisch. […] Die ARD erwartet, dass Bewegtbild-Inhalte bereits vor 2030 überwiegend nicht-linear genutzt werden – also über Mediatheken statt über…