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Dokfilmfestival Leipzig: Das Alte hat nicht mehr bestand, das Neue ist noch nicht da.

 

„Ich glaube, man spürt, wenn man diese Filme sieht, dass wir in einer Zeit des Umbruchs leben, dass viele Menschen sehen: Das Alte hat nicht mehr bestand – und das gilt auch für die Produktionsbedingungen für das Genre des Dokumentar- und Animationsfilms – und das Neue ist noch nicht da.“


Claas Danielsen

Deutschlandradio, Corso, 30.10.2013

 

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/corso/2304603/

Link-Tipp: Privatisierung der Wirklichkeit schränkt Dokfilmer immer weiter ein

Auf einer Veranstaltung im Rahmen des Dokumentarfilmfestivals DOK Leipzig zeigt die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm die Schwierigkeiten von Filmemachern in zunehmend teilprivatisierten öffentlichen Räumen auf.

Wer Filme macht, steht immer schon mit einem Bein im Knast – deprimierenderweise kann man die Veranstaltung ungefähr so zusammenfassen. „Wir müssen den Dialog über mögliche gesetzliche Änderungen, die unsere Arbeit leichter machen, unbedingt vorantreiben“, lautete entsprechend das Fazit von AG DOK-Geschäftsführer Thomas Frickel.

 

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Diskussionsrunde zum Nachhören

In der Kritik: „Inside Wikileaks“

Der Film sei „ohne eine Spur visueller Intelligenz“, schreibt Lukas Foerster in der taz. Bill Condon wolle „die Geschichte der Enthüllungsplattform zum geopolitischen Thriller aufrüsten“, was ihm jedoch nicht gelänge.

 

„Was den Film gefährlich macht, ist, dass er fiktive Ereignisse mit realen Videomitschnitten vermengt, etwa von Wikileaks veröffentlichtes Videomaterial, Nachrichtenbeiträge und Politiker-Statements. Die erfunden Handlungen zielen dabei fast immer darauf ab, Assange zu diffamieren“, so Andy Müller-Maguhn im Interview mit der Berliner Zeitung. Und Andrian Kreye stellt in der Süddeutschen Zeitung fest: „Es hätte ein politischer Film werden können, herausgekommen ist ein Melodram um das Zerwürfnis zweier Männer.“ Schon an anderer Stelle hatte er beschrieben, dass es unmöglich scheint, die „Parallelwelt der Programmiersprachen“ in Bilder zu fassen. Nebenbei weist er darauf hin, dass in den USA der Film „mit Einnahmen von nur 1,7 Millionen Dollar an einem Startwochenende in mehr als 1700 Kinos der bisher größte Flop des Jahres“ war. Weiterlesen In der Kritik: „Inside Wikileaks“

Zitat: Blowback

 

 

Jeremy Scahill, ein US-Journalist, hat „Schmutzige Kriege“ (Kunstmann Verlag, München) geschrieben, in dem er erzählt, „wie es dazu kam, dass Mord zu einem zentralen Instrument der U.S.-Sicherheitspolitik geworden ist, und welche Konsequenzen diese Entscheidung hat“. Das Buch wurde verfilmt, der Film „Dirty Wars“ soll 2014 in Deutschland herauskommen.

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Schwerpunkt Geschichte bei der SRG

 

Der Sender befasst sich im November mit seinen Programmen landesweit mit der Schweizer Geschichte. Damit hat er schon vorab Diskussionen ausgelöst.

 

So legt er in der vierteiligen Filmreihe „Die Schweizer“ den Schwerpunkt auf die schweizerische Geschichte – bezieht sich dabei jedoch vor allem auf die Biografien weniger Politiker und Militärs. „Die Wahl der historischen Perspektiven, die zusammen ein wahrhaftes Bild der Vergangenheit ergeben, ist nicht nur nicht einfach. Sie erfolgt nie zufällig und ist immer politisch. Wer wird ins Zentrum gerückt, wer an den Rand gedrückt?“ so Urs Hafner in der NZZ.