Zitiert: TV-Journalisten nutzen Social Media als Ideenlieferant

Die Forscher Lars Willnat und David H. Weaver fanden heraus, dass keine andere Gruppe von Journalisten in den USA Social Media intensiver als Ideenlieferant für neue Storys nutzt als TV-Journalisten … Sie folgerten, es sei sehr wahrscheinlich, dass das Fernsehen auch durch den konstanten Import von Social-Media-Inhalten zu einer Plattform für Sensationen und Polarisierung geworden sei. Isomorphismus wird dieser Prozess in der Forschung genannt – die sukzessive Anpassung der einen Institution an die dominante Logik einer anderen.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 25.2.2020 (online)

Zitiert: Das mediale Lagerfeuer erwärmt immer weniger Zuschauer

In den 90er Jahren erreichten Sat.1, RTL & Co. mehr Zuschauer als die öffentlich-rechtlichen Sender. 2007 lag deren Marktanteil bei 56,6 Prozent, 2018 waren es noch 51,8 Prozent, Tendenz fallend. Zudem stehen hinter den Marktanteilen real weniger Zuschauer. Und das obwohl sich…

Zitiert: Kann man Unterhaltungssendungen fälschen?

Vielleicht ist das die Frage dieser Medienwoche: Kann man Unterhaltungssendungen fälschen? Bisher kannte man den Begriff Fake im Zusammenhang mit Journalismus. Aber TV-Unterhaltung, die per se Fiktion ist – wie lässt die sich fälschen? … Warum die Aufregung um die angeblichen Fakes von Joko und Klaas ein riesengroßes Missverständnis ist.

Kai-Hinrich Renner, Berliner Zeitung, 06.03.2020 (online)

Zitiert: In Krimis ist niemand „abgehängt“

Konstruktiv betrachtet: Im Fernsehkrimi gelingt unseren Öffentlich-Rechtlichen, was im Nachrichtengeschäft lange nicht so gut gelang (und derzeit zu fieberhaften Nachbesserungen führt), nämlich sowohl die größeren und kleineren Metropolen im Blick zu haben, in denen Journalisten, Politiker und Filmschaffende zu wohnen pflegen, als…

Zitiert: Wie heute Dokumentarfilme finanziert werden

Alleine mit TV-Geld kann man heute keinen Dokumentarfilm machen. Der wäre ohne das Kino und die entsprechende Filmförderung nicht denkbar. Denn das Fernsehen – egal welcher Sender – zahlt auf jeden Fall zu wenig (…). Ein Siebtel bis ein Achtel des Geldes kommt vom Fernsehen, der Rest kommt aus den verschiedenen Kino-Fördertöpfen. Dabei müsste es sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk eigentlich leisten, solche Produktionen komplett zu finanzieren.“

Alice Agneskirchner, taz, 15.1.2020 (online)