Zitiert: Kriterien für gutes Fernsehen

Für mich muss gutes Fernsehen dem Zuschauer sagen: Ich kümmere mich gerade nicht um dich, sondern ich erzähle meine Geschichte. Oder: Ich habe besondere Bilder und Menschen in meiner Dokumentation, die du noch nicht kennst. Oder: Ich habe Unsinn in dieser speziellen Ausgabe zusammengefummelt. Mach was damit. Schau’s dir an und ärgere dich darüber. Oder finde es gut, oder guck drei Folgen und sage dann: Ich kann damit nichts anfangen. Also lass mich in der Schwebe oder diskutabel.

Bastian Pastewka in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, 2. Februar 2020 in: medienkorrespondenz.de, 03.02.2020, online

Zitiert: Typus, wie man ihn kaum noch trifft

Joachim von Mengershausen gehörte zu einem Typus von Fernsehredakteur, wie man ihn heute kaum noch in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten trifft, der nämlich nicht in deren Betrieb sozialisiert und damit auf ein Befehl-und-Gehorsam der Hierarchie gedrillt wurde, sondern der erst nach gehöriger Berufs- und Lebenspraxis und damit auch der Ausbildung eines Geschmacks in eine Senderredaktion wechselte. Gerade weil Joachim von Mengershausen seinem Filmgeschmack treu blieb und nie auf so etwas wie die Quote achtete, war er mit den von ihm betreuten Filmen und Serien erfolgreich.

Dietrich Leder, medienkorrespondenz.de, 27.01.2020 (online)

Zitiert: Warum das Aus des Deutschen Fernsehballetts schade ist

Der Kulturrat hatte das Ballett schon 2014 auf die Rote Liste der bedrohten Kultureinrichtungen gesetzt. …. Es geht ein Stück Vielfalt verloren, denn das Besondere, das Kultur und vor allem Kultur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausmacht, ist ja, dass wir von ganz vielen…

Zitiert: Eine Stunde Fernsehen verursacht im Schnitt einen Ausstoß von 13 Tonnen CO2

Laut der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) verursacht eine Stunde Fernsehen im Schnitt einen Ausstoß von 13 Tonnen CO2 – und bei manch einem Blockbusters wird es deutlich mehr: Beim Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“, der passenderweise die Folgen der Erderwärmung zum Inhalt hat, waren es 10.000 Tonnen CO2, die bei der Produktion ausgestoßen wurden.

Denn klimaneutral ist beim Dreh eines Films fast nichts: Schauspieler und Crew müssen oft über weite Strecken zum Drehort anreisen, der Strom kommt bei Außendrehs häufig vom Dieselgenerator, am Set entstehen Tag für Tag Unmengen an Müll.

Fabian Schmidt, bento.de, 24.01.2020 (online)

Goethe-Institut (online)

Zitiert: Wie die TV-Unterhaltung Emanzipation in ihr Gegenteil verkehren kann

Und bei all dem guten Willen der Sendungsverantwortlichen, der hier zu spüren ist, gleich ob er aus eigener Einsicht geboren wurde oder aus der Furcht vor sich verstärkenden Shitstorms – bei all dem versteht man doch am Ende, dass gar nicht Heidi…