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Zitiert: Zum „afrikanischen Kino“ gebe es enormen Nachholebedarf

Zunächst einmal ist Kino eine Kunstform, die leider sehr große finanzielle Mittel braucht. Deshalb gab es in vielen afrikanischen Ländern gar nicht die Bedingungen für eine kontinuierliche Filmproduktion, wie wir sie aus Europa kennen. Lange war das künstlerische Kino aus Afrika stark von Förderungen etwa aus Frankreich abhängig, also aus den ehemaligen Kolonialländern. Keine einfache Ausgangslage. Zugleich habe ich das Gefühl, dass da noch sehr viel zu entdecken ist. […]

Wir ignorieren in Europa große Teile afrikanischer Kultur bis heute. Beim Film ist das besonders sichtbar. Da gibt es einen enormen Nachholbedarf.

Ulrich Köhler, epd film, 30.03.2026 (online)

Zitiert: Es gab noch nie so viele Paragrafen, die Äußerungen verbieten

In den letzten zehn Jahren sind etliche Regeln neu geschaffen und alte Paragrafen verschärft worden. Staatsanwaltschaften und Polizei waren unheimlich aktiv deswegen. Alle Zahlen, die Ermittlungsverfahren betreffen, schossen in die Höhe. Vielleicht trifft es manchmal die Richtigen, aber insgesamt riskiert man in…

Zitiert: Gegen die Macht eines Leitmediums hilft nur Gegenproduktion

Der Filmpolitiker Kluge wusste aber auch, wann es nicht mehr ging mit dem Kino. Neben dem öffentlich-rechtlichen sollte sich zu Beginn der Achtzigerjahre unter dem CDU-Kanzler Helmut Kohl das Privatfernsehen etablieren. Statt zu schmollen und den unmittelbar bevorstehenden Untergang des Abendlands zu…

Zitiert: Neue Regulierung könnte Presserat aushöhlen

Zäsur in der Medienregulierung: In der Politik wird diskutiert, die Kompetenzen der Landesmedienanstalten auch auf die Presse auszuweiten. Das könnte Folgen für die Selbstkontrolle durch den Presserat haben – und für Ärger sorgen. Er steht für ein Prinzip, das als Grundpfeiler der…

Zitiert: Soziale Medien als eine wunderbare Bereicherung

Ich bin skeptisch bei den aktuellen Debatten über ein Social-Media-Verbot für Jugendliche. Ja, wer sehr viel Zeit am Handy verbringt, ist tendenziell wahrscheinlich einsamer. Aber selbst da ist nicht ganz klar, was Ursache und was Folge ist. Viele Menschen nutzen Social Media vielleicht gerade, um ihrer Einsamkeit zu entkommen. In der Breite, auch bei Jugendlichen, ist der nachweisbare Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und Einsamkeit sehr schwach. Wenn man eingeschränkt, krank und weniger mobil ist, können die sozialen Medien eine wunderbare Bereicherung sein.

Maike Luhmann, sueddeutsche.de, 29.03.2026 (online)