Neueste Beiträge

Zitiert: Übergewinnsteuer statt Digitalabgabe

Dabei gäbe es hier echt gesetzgeberischen Spielraum. In Zeiten, in denen eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne auf unterschiedlichen Seiten viel Sympathie genießt (und eigentlich bloß die Vermutung dagegenspricht, dass die deutsche Politik kein funktionales Gesetz zustande kriegt), spräche nichts gegen eine Übergewinnsteuer für die horrend steigenden Quasi-Monopolgewinne von Alphabet/Google, Meta/Facebook und Co.. Auch wenn sie anders heißen sollte und vielleicht könnte.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 15.04.2026 (online)

Zitiert: Journalismus für alle zugänglich zu machen

Gerade einkommensschwache Menschen wollen und können nicht für Medien zahlen. Deshalb zahlt es sich für Medienhäuser finanziell nicht aus, etwas am Ist-Zustand zu ändern. Der Zugang zu Information ist nicht nur ein Privileg, sondern auch Macht. Und vielen Menschen fehlt diese Macht.…

Zitiert: Ist eine Gesamtprüfung des ÖRR auf politische Vielfalt machbar?

Was kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) überhaupt leisten und vor allem was muss er leisten – vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg ging es mit Blick auf die Bewertung von Vielfalt und Ausgewogenheit ans Eingemachte. Der Vorsitzende Richter Martin Morlock ließ erhebliche Zweifel…

Zitiert: Die öffentlich-rechtlichen Sender müssen das Terrain wechseln

Die Plattformen der Zerstreuung und der wahrheitsunempfänglichen Distribution und die Kanäle, die die Menschen durch Überfütterung zum Schweigen bringen, kann man nicht auf ihnen selbst bekämpfen, sondern nur, wenn man das Terrain wechselt.  Und das heißt: mit der Demokratie und der Öffentlichkeit wieder ganz unten anfangen, in dem man sehr analoge, sehr physische, sehr dauerhafte Räume für Publikum im Kantischen Sinne schafft.

Und dazu muss ich zumindest einen partiellen Exodus aus dem Funkhaus betreiben. Das erweitert den Beruf des Journalisten zum, nennen wir es versuchsweise: Öffentlichkeitsarbeiter.

Mathias Greffrath, Deutschlandradio, Essay und Diskurs, 12.04.2026 (online)

Zitiert: Der entscheidende Fehler in Viktor Orbáns Wahlkampf

Das war wahrscheinlich der entscheidende Fehler eines Wahlkampfes, der die Möglichkeiten der Lüge im Netz exzessiv ausnutzte und die Psychologie der Angst extensiv bewirtschaftete: Wenn die Wähler den Feind nicht sehen können, aber stattdessen sehen können, dass im Krankenhaus das Toilettenpapier und in der Apotheke das Penicillin fehlt, wenn Ärzte und Lehrer emigrieren, weil sie wie Tagelöhner bezahlt werden, wenn die Jugend flüchtet, weil sie keine Zukunft mehr sieht, dann helfen alle Kreml-Bots wenig. Dann siegt die Angst vor der Realität.

Cathrin Kahlweit, sueddeutsche.de, 13.04.2026 (online)